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CMD-Schienentherapie2018-07-13T09:45:15+00:00

Kiefergelenksbehandlung (CMD)

Der Begriff Funktionsdiagnostik bezeichnet eine spezielle Untersuchung des gesamten Kausystems auf dessen „Funktion“, nämlich dem Zusammenspiel von weichen und festen Strukturen der Kopf- und Hals-Region wie z. B. Zähne, Kiefergelenke, Halswirbelsäule und des neuromuskulären Bereichs. Der Mensch und speziell seine Kopf- und Hals-Region ist eine funktionelle Einheit. Für eine einwandfreie Funktion müssen alle Strukturen störungsfrei arbeiten.

Durch eine Vielzahl von Risikofaktoren oder Reizen kann im Zusammenspiel der genannten Strukturen ein Ungleichgewicht auftreten. Diese Störung kann über einen längeren Zeitraum weitgehend unbemerkt bleiben, oder aber vorübergehende Beschwerden verschwinden wieder, weil das Problem nur symptomatisch (z. B. durch Schmerztabletten) gelindert wurde. Allerdings kann es bei einem nächsten mitunter geringfügigen Anlass erneut akut werden. Im Laufe der Zeit kann sich daraus ein chronisches Beschwerdebild entwickeln. Dieses Krankheitsbild, akut oder chronisch, wird als CMD (Craniomandibuläre Dysfunktion)
zusammengefasst und ist ein Oberbegriff für alle Beschwerden, die auf eine fehlerhaftes Zusammenwirken der Kaumuskulatur und/oder der Kiefergelenke zurückzuführen sind.

Eine CMD ist meistens nicht nur auf die Kopf-Hals-Region beschränkt, sondern wird mitunter auf andere Teilbereiche unseres Körpers weitergeleitet. Aber auch umgekehrt können Fehlstellungen entlang der Wirbelsäule letztendlich Beschwerden im Kopfkieferbereich auslösen. Hier setzt die Funktionsdiagnostik an, um dem Auslöser der Beschwerden (z.B. Stress, körperliche Belastungen, Fehlhaltungen, Zahnfehlstellungen etc.) so nahe wie möglich zu kommen.

Das Ziel der Funktionstherapie ist es, Muskelverspannungen insbesondere im Kopf- und Halsbereich zu lösen, indem man bei Bedarf den Biss korrigiert und/oder das Kiefergelenk entlastet (Schienentherapie). So erreicht man eine Harmonisierung im Kausystem und eine ausgeglichene Muskelspannung. Je mehr krankmachende Faktoren des Krankheitsbildes beseitigt werden, umso größer ist der Erfolg. Das heißt, nur bei ganzheitlicher Betrachtungsweise und Therapie ist die Chance gegeben, diesen Erfolg zu erzielen. Eine CMD lässt sich ursächlich nicht alleine medikamentös behandeln. Dies ist nur mit speziellen Behandlungsmethoden und durch interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Fachbereichen möglich.

Unsere Aufgabe ist es, diese Funktionsstörung zu erkennen und zu behandeln.