Parodontologie

Der Tätigkeitsbereich der Parodontologie ist ein Schwerpunkt in unserer Praxis, der uns sehr am Herzen liegt und den wir sehr ernst nehmen. Hier haben wir für Sie das Wichtigste zu diesem Teilgebiet der modernen Zahnmedizin zusammengestellt. Individuelle Fragen, die mit Ihrer persönlichen Mund- und Zahngesundheit zusammenhängen. können jedoch nur nach einer sorgfältigen Untersuchung beim Zahnarzt beantwortet werden. Den Termin dazu reservieren wir Ihnen gerne .

Erkrankung des Zahnhalteapparates

Die Parodontologie ist die Disziplin, die sich mit der Erkrankung des Zahnhalteapparates beschäftigt. Im Volksmund wird diese Krankheit oft als Parodontose bezeichnet, dies ist aber so nicht ganz richtig. Entzündliche Erkrankungen haben in der Medizin die Endung -itis, sodass Parodontitis der richtige Begriff ist. Hierbei handelt es sich um eine Infektion des Zahnhalteapparates mit bestimmten parodontalpathogenen Bakterien und einem chronischen Krankheitsverlauf. Der Zahnhalteapparat (= das Parodont) fasst begrifflich alle anatomischen Strukturen zusammen, die die Zähne im Kiefer verankern: 1-Knochen, 2-Zahnfleisch, die 3-Wurzelzement des Zahnes und die 4-Fasern, die Zahn und Knochen verbinden. Die Faserverbindung zwischen Zahn und Knochen ist elastisch und nicht starr. Sie gibt dem Zahn seine Eigenbeweglichkeit und dämpft und steuert die Kräfte, welche beim Kauen einwirken. Das Parodont ist ein hoch komplexes System, das neben dem Zahnhalt auch noch die wichtige Schutzfunktion als Schranke zwischen Körper und Außenwelt innehat.
Bei einer parodontalen Erkrankung wird der intakte Zahnhalteapparat geschädigt. Der zahntragende Knochen geht im Verlauf der Erkrankung zurück, es bilden sich immer tiefer werdende Zahnfleischtaschen. Im fortgeschrittenem Stadium kommt es zu einem verminderten Verankerung des Zahnes, die Lockerung nimmt zu. Oft sind diese Zähne optisch länger, es kommt zu ästhetischen Einbußen und das Ende einer unbehandelten Parodontitis ist der Zahnverlust.

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Subjektive Symptome oft spät oder gar nicht

Die Schäden am Zahnhalteapparat, die eine Parodontitis verursacht sind unumkehrbar. Aus diesem Grund ist eine frühe Diagnosenstellung von größter Wichtigkeit aber nicht immer ganz einfach. Die Krankheit verläuft in der Regel schmerzfrei, es gibt kein typisches Krankheitsgefühl. Ein Symptom kann das Zahnfleischbluten sein, das nie als „normal“ zu betrachten ist. Oft fehlt dieses Warnzeichen, aber diese Symptomlosigkeit trügt!Besonders bei Rauchern kann ein Zahnfleischbluten trotz fortgeschrittener Parodontitis ausbleiben.
Wenn also kein individuelles Risikoprofil durch regelmäßiges Screening beim Zahnarzt erhoben wird, ist eine frühe Diagnostik kaum möglich!!!

Früherkennung ist so wichtig

Eine frühzeitige Diagnosestellung ist aus mehreren Gründen absolut wichtig und kann Ihnen viel Leid ersparen. Zum Einen geht es um die Mundhöhle direkt und zum Anderen geht es um Sie als ganzen Menschen. Neben den auftauchenden möglichen lokalen Problemen bei einer Pardontitis wie Mundgeruch, Zahnfleischentzündung, Blutung, Schmerzen, verminderte Ästhetik, lockere Zähne und vorzeitiger Zahnverlust gibt es auch eine ganze Reihe von systematischen Erkrankungen welche mit der Parodontitis vergesellschaftet sind. Hierzu gehören unter anderem Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie die der Atherosklerose, der Herzinfarkt und der Schlaganfall. Auch gibt es einen bestätigten Zusammenhang zwischen einer Diabeteserkrankung (Diabetes Typ I und Diabetes Typ II) und dem Verlauf einer parodontalen Erkrankung. Auch an einer wechselseitig schlechten Beziehung zwischen Rheumathoider Arthritis und Parodontitis gibt es keinen Zweifel. Relativ neue Studien beschäftigen sich damit, dass eine chronische Parodontitis auch Alzheimer, Parkinson und Demenz begünstigen kann und es gibt dazu sehr interessante Forschungsergebnisse.

Parodontitis als Volkskrankheit

In Deutschland leidet statistisch jeder zweite Erwachsene an einer Parodontalerkrankung, etwa jeder Fünfte sogar an einer schweren Form. Unter Senioren ist die Krankheit sogar noch stärker verbreitet und sie gilt nicht umsonst als Volkskrankheit. Sie ist nach wie vor der häufigste Grund für Zahnverlust bei Menschen ab 40 Jahren. Auch hier ist der Faktor ZEIT entscheidend. Je früher die Krankheit diagnostiziert wird, umso geringer die Schäden. Je länger die Bakterien ungehindert ihrer parodontalen Zerstörung nachgehen können, umso beeindruckender sind die Folgen.

Parodontologie in unserer Praxis

Wie Eingangs erwähnt, nehmen wir die Volkskrankheit sehr ernst. Es ist uns ein Anliegen, unsere Patienten rechtzeitig zu beraten und behandeln. Wir binden die neuen Erkenntnisse, die es rund um diese Krankheit gibt, sorgfältig in unsere parodontale Zahnmedizin ein. Im Rahmen der Prävention bieten wir unseren Patienten ein regelmäßiges parodontales Screening an, mit dem wir Erkrankungen bereits im Anfangsstadium diagnostizieren können und erstellen wenn gewünscht auch ein individuelles Risikoprofil. Die Therapieempfehlung, die wir unserer Patienten anbieten, ist immer individuell und maßgeschneidert. Sie wird durch die solide und persönliche Beratung bedarfsgerecht ergänzt. Die Parodontitistherapie in unserer Praxis wird immer von Zahnärzten durchgeführt und nicht delegiert!

Mehr Informationen?

In unserer Praxis treffen Patienten auf engagierte Experten für Prophylaxe und Therapie der Volkskrankheit Parodontitis. Wir sehen immer ganzen Menschen! Vereinbaren Sie einen Termin!